top of page

Exklusiv in 5 Fragen: Der neue Festivalleiter der Chorbiennale 2027 stellt sich vor

  • 2. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

- im Gespräch mit Ursula Wiethoff-Hüning



Wer ist Leo Bögeholz Gründer?

In erster Linie bin ich Musiker und komme aus einer Musikerfamilie in Aachen. Zunächst habe ich Schlagzeug und Klavier gelernt, habe aber auch früh im Chor gesungen, zum Beispiel als Schüler der Viktoriaschule. Mit diesem Chor hatte ich erstmals Kontakt zur Chorbiennale. Nachdem ich ursprünglich eher Pop- und Jazzmusik gemacht habe, bin ich immer mehr zur klassischen Musik gekommen, habe nach der Schulzeit Musik (Schwerpunkt Schlagzeug) und Geschichte auf Lehramt studiert und im Anschluss daran Gesangspädagogik. Derzeit befinde ich mich im Klassischen Gesangsstudium (Master) in Düsseldorf. Es ist für mich ein Jahrzehnt der Musikstudien!


Leo Bögeholz Gründer. Foto: Ursula Wiethoff-Hüning
Leo Bögeholz Gründer. Foto: Ursula Wiethoff-Hüning

Wie verlief dein Weg ins Musikmanagement?

Schon während meiner Zeit des Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) beim Verband der deutschen Musikschulen in Bonn habe ich erste administrative Aufgaben übernommen, habe Orchester organisatorisch begleitet und bin in Kontakt mit Veranstaltungsmanagement sowie Musik- und Konzertvermittlung gekommen. Durch die Mischung von Musizieren, Lernen und dem Bedürfnis zu arbeiten und dadurch, dass ich der Region Aachen – Köln – Bonn sehr verbunden geblieben bin, besonders durch den familiären Kontext der Aachener Kulturszene, hat sich ein Mosaik aus Tätigkeitsfeldern ergeben. Dieses hat mich zum Musikmanagement gebracht.


Was macht für dich die Chorbiennale außergewöhnlich?

Die Chorbiennale ist im Gegensatz zu anderen Chorveranstaltungen in Deutschland kein Wettbewerb, was eine ganz besondere Atmosphäre ausmacht. Dazu kommt, dass wir auf der einen Seite Spitzenensembles einladen und zugleich Laienchöre am Festival teilnehmen, und das nicht hierarchisch gedacht, sondern gleichberechtigt neben- bzw. miteinander.  Auch dass die Chorbiennale generationenübergreifend ist, finde ich fantastisch. Wir haben zugleich Kinder und 90 – jährige Teilnehmer. Eigentlich kann man es so zusammenfassen: Es gibt einen Querschnitt durch die Stadtgesellschaft - Chorsingen auf jedem Level und Chorsingen in unterschiedlichen Generationen – und dann haben wir neben den Chören aus der Stadt und der Städteregion eben noch die Chöre aus anderen Ländern. Es ist ein vielfältiges Zusammentreffen vieler Facetten in diesen 10 Tagen des Festivals. Das ist schon etwas ganz Besonderes!


Was reizt dich an deiner neuen Aufgabe als Festivalleiter?

Da ich Musikveranstaltungen von beiden Seiten kenne, als Teilnehmer, professioneller Sänger und Chorleiter und in den letzten zwei Ausgaben der Chorbiennale auch auf der Veranstaltungsebene (an der Seite des vorherigen Festivalleiters Maximilian Stössel), sind mir viele Abläufe, Prozesse und Strukturen vertraut, so dass ich auch einen Blick für die Künstlerinnen und Künstler habe und ihre Bedürfnisse kenne. Als Festivalleiter eines Musikfestivals wie der Chorbiennale habe ich also nicht nur die Zahlen im Blick, sondern auch die Musikerinnen und Musiker, wobei die Künstlerische Leitung den Chorleitern der 5 Aachener Initiativchören obliegt, mit denen ich aber in gutem Austausch bin. Es ist generell von Vorteil, dass ich auch diese Hingabe zur Kunst habe und ein eigenes Anliegen, dass dieses Festival schön ist.  Dazu kommen die Kontinuität und die regionale Verankerung speziell der Chorbiennale Aachen, die mich als Festivalleiter ansprechen.   

 

Welchen Akzent möchtest du für die Chorbiennale 2027 setzen?

Erstes ist mir, wie gerade erwähnt, der regionale Bezug wichtig. Wir haben bereits viele Formate, Veranstaltungen und Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Da möchte ich gut überlegen, wie weit dieses Festival weiter wachsen kann oder welche Neuerungen man mit aufnehmen sollte vor dem Hintergrund auch finanzieller Begrenzung. Es wäre schön, die junge singende Generation – Schulchöre, aber auch die Universität - mehr in das Gesamtfestival hereinzuholen, auch in Begegnung mit den Gastchören im Sinne von sich überschneidenden Welten.

Außerdem ist mir das gemeinsame Singen während der Festivaltage wichtig, dass sich dieses, abgesehen von der abendlichen Chorbi-Lounge, weiter institutionalisiert und sich insgesamt noch mehr Menschen angesprochen fühlen mitzusingen in der Gemeinschaft mit den anderen.   

 

Lieber Leo, hab Dank für dieses wunderbare und informative Gespräch. Freuen wir uns schon jetzt auf eine Neuausgabe der Chorbiennale im kommenden Jahr unter deiner Festivalleitung!

Danke sagen möchte auch ich, natürlich für das Gespräch, aber an dieser Stelle ebenso meinem Freund und Vorgänger Maximilian Stössel. Er hat mich ursprünglich auf die Mitarbeit beim Festival angesprochen und mit ihm durfte ich die beiden letzten Festivals erfolgreich leiten. Auch ich bin nun gespannt auf die Chorbiennale 2027 und freue mich sehr!


Leo Bögeholz Gründer (li) und sein Vorgänger Maximilian Stössel bei der Chorbiennale 2025
Leo Bögeholz Gründer (li) und sein Vorgänger Maximilian Stössel bei der Chorbiennale 2025


 
 
bottom of page